Geologie

Mass movements

Sackungen und Bergstürze

Bild 1

Sackungen sind langsam ablaufende Bewegungen von Gesteinsmassen unter der Wirkung der Schwerkraft. Bei der Auslösung solcher Bewegungen spielen Änderungen der Bergwasserverhältnisse und Erdbeben eine besondere Rolle. Das Bild 1 zeigt einen durch eine Sackung verlaufenden Abschnitt der Großglockner-Hochalpenstraße.

Bild 2

Die Verlagerung von Felsmassen in Form von Sackungen kann ober Tage z.B. zur Gefährdung von Siedlungen und zum Absacken von Verkehrswegen, unter Tage zur Beschädigung von Stollen und Tunneln führen. Das Bild 2 zeigt einen zerdrückten Stollen der zweiten Wiener Hochquellenleitung im Basisbereich einer Sackung, der durch einen neuen Stollen ersetzt werden mußte.

Bild 3

Am Institut für Ingenieurgeologie werden daher die geologischen Grundlagen und die Mechanismen, sowie neue Möglichkeiten der Vorhersage, der Beobachtung und messenden Kontrolle und der Stabilisierung von Massenbewegungen untersucht.

Bild 4

Bergstürze sind rasch ablaufende Bewegungen von großen Felsmassen unter der Wirkung der Schwerkraft. Bei der Auslösung solcher Bewegungen spielen Änderungen der Bergwasserverhältnisse und Erdbeben eine besondere Rolle. Das Bild 4 zeigt einen Bergsturz auf die Ortschaft Randa im Schweizer Matter-Tal am 9.5.1991 mit einem Gesamtvolumen von etwa 27 Mio m³.

Bild 5 (Foto: Dr. Christian Schober)

Bergstürze (bei geringen Mengen als Felsstürze bezeichnet) gefährden in vielen Fällen Menschen, Siedlungen, Verkehrswege und andere technische Objekte. Das Bild 5 zeigt die Auswirkungen eines unerwarteten Felssturzes auf die Stubachtalstraße am 22. September 1996. Über hundert Kubikmeter Blockwerk stürzten auf die Kehre 1 und begruben dort einen Personenkraftwagen mit vier Insassen. Dabei wurde eine Person sofort getötet, eine Person verstarb später im Krankenhaus.

Bild 6: ITASCA, www.itascacg.com

Das Bild 6 zeigt die rechnerische Ermittlung der Flugbahn, des Einschlaggebietes und der Einschlagenergie der einzelnen Felskörper. Solche Berechnungen werden bei der Festlegung von Gefährdungsgebieten und zur Dimensionierung von Schutzmaßnahmen durchgeführt.

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