Geologie

Ground water in jointed rock

Wasserbilanz in klüftigem Gebirge

Wasserzutritte im Untertagebau können durch Poren-, Karst- oder Kluftwasser entstehen. Für Poren- und Karstwasser existieren bereits viele Untersuchungsmethoden und Fallbeispiele, das klüftige Gebirge wurde bisher eher stiefmütterlich behandelt.

Bergwasserzuflüsse sind von vielen Parametern abhängig (z.B. Häufigkeit, Erstreckung und Öffnung der Klüfte, Einsickerung von oben, Wasserdruck, Ausflußkurve etc.). Dadurch sind zutreffende Prognosen mit geringem Aufwand nur bei günstigen geologischen und topographischen Randbedingungen erzielbar. Durch abschnittsweise Rückrechnung von Stollenwasserbilanzen, Kluftvolumina und Bergwasserspiegellagen sollen die Streuungen der Parameter verringert und Anhaltspunkte für zukünftige Stollen- und Tunnelbauten gewonnen werden.

Bild 7: Wasserzutritt in einem Schrägschacht (ca. 75 l/s aus offenen Klüften in einem Granit) bringt Erschwernisse beim Vortrieb.
Bild 8: Bergwasserprognose für den Hauptdolomit-Abschnitt des Druckstollens Strassen-Amlach aufgrund einer Parameterstudie (Wassermengen am Portal). Aufgrund der stark streuenden Eingangsparameter stellt die Kurve nur Mittelwerte dar.
Bild 9: Gemessene Portalwassermengen aus dem Hauptdolomit-Abschnitt des Druckstollens Strassen-Amlach (Tages-Mittelwerte) - der letzte Ast der Ganglinie fällt wegen der beginnenden Trockenlegungsarbeiten ab.
Bild 10: 3-D-Modell für den Bereich mit dem höchsten Bergwasserdruck. Durch vorgelagerte wasserdichte mergelreiche Gesteine (Kössener Schichten) liegt der Bergwasserspiegel 200 m über dem Stollen; an den Schichtgrenzen treten Quellen aus (ca. 30 l/s), welche während des Vortriebes trocken fielen und nach Fertigstellung wieder schütteten.

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